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Bauherrenservice | Energieberater: Energieausweis

Der Energieausweis

Der Energieausweis ist ein Informationspapier für den potenziellen Käufer oder Mieter einer Immobilie über die zu erwartenden Energiekosten, also die energetischen Qualitäten eines Gebäudes.

Welche gesetzliche Grundlage besteht?
Die gesetzlichen Regelungen für den Energieausweis wurden in der Energieeinsparverordnung, der sogenannten EnEV getroffen. Die Ausweise werden ab Juli 2008 gesetzlich vorgeschrieben und besitzen eine Gültigkeit von 10 Jahren.

Wann ist ein Energieausweis erforderlich?
Bereits seit einigen Jahren ist bei Neubauten und umfangreicheren Sanierungen der (Bau-) Energieausweis erforderlich, um die benötigten Bauanträge oder beispielsweise KfW-Darlehen beantragen zu können. Diese Unterlagen werden in der Regel von Architekten erstellt.Neu ist, dass auch bestehende Gebäudeeinen Energieausweis – den (Bestands-) Energieausweis – benötigen. Ab Juli 2008 ist ein Ausweis für Wohngebäude, die bis 1965 fertiggestellt wurden, Pflicht, wenn Mieter oder Eigentümer wechseln – selbst wenn weder um- noch angebaut werden soll. Findet kein Wechsel statt, können Sie sich mit der Ausstellung eines Energieausweises noch Zeit lassen. Für Wohngebäude, die ab 1965 gebaut wurden und für Nichtwohngebäude ist der Ausweis erst zum 1. Januar 2009 erforderlich.

Wer benötigt welchen Energieausweis?
Verkäufer und Vermieter von Wohngebäuden haben ab Juli 2008 bzw. Januar 2009 die Wahl:entweder legen sie den verbrauchs- oder bedarfsorientierten Ausweis vor. Für Wohngebäude, die vor dem 1. November 1977 gebaut wurden und die weniger als fünf Wohneinheiten umfassen, ist jedoch der Bedarfsenergieausweis vorgeschrieben. Für Nichtwohngebäude gilt wiederum die Wahlfreiheit zwischen beiden Varianten.

Welches Verfahren wird wann angewandt?
(Bestands-)Energieausweise können abgelesen oder berechnet werden. Im ersten Fall spricht man vom verbrauchsgestützten Energieausweis. Die Verbrauchsdaten müssen aus drei aufeinanderfolgenden Heizperioden stammen. Für kleinere Wohngebäude mit bis zu 5 Wohneinheiten, deren Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde, ist jedoch ein berechneter bedarfsgestützer Energieausweis erforderlich – der grundsätzlich immer angewandt werden kann, sowohl als »Bestandsenergieausweis« als auch als »Bauenergieausweis«. Die Ergebnisse der Verbrauchs- oder Bedarfsuntersuchungen werden in Formblätter eingetragen, die auf einer Skala die energetische Qualität des untersuchten Gebäudes kennzeichnen und bewerten. Darüber hinaus enthält der Energieausweis Empfehlungen zu einer »kostengünstigen Modernisierung«.

Wer stellt Energieausweise aus?
Architekten und Ingenieure sind seit der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 mit der Erstellung von Wärmeschutznachweisen bzw. Energieausweisen öffentlich betraut. Zwar dürfen nicht nur Architekten und Ingenieure (Bestands-)Energieausweise erstellen, doch gewährleisten sie als einzige Berufsgruppen eine unabhängige Analyse ohne Gewerkeabhängigkeit, einzig und allein im Auftrag der Bauherren. Architekten und Ingenieure haben große Erfahrung in der energetischen Gebäudeanalyse und stellen die erforderlichen Berechnungen auf verschiedenen Wegen an, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Die Architektenkammer Sachsen-Anhalt führt eine Liste der Energieberater, in dieser sind Mitglieder der Architektenkammer Sachsen-Anhalt eingetragen, die nachgewiesen haben, dass sie sich auf dem Gebiet der Energieberatung und des energieeffizienten Bauens fortgebildet haben.

Was kostet der Energieausweis?
Die zur Erstellung eines bedarfsgestützten Gebäudeenergieausweises erforderlichen Arbeiten können je nach Gebäudetyp, Größe und Ausstattung sehr unterschiedlich sein. Sprechen Sie mit ihrem Architekten über den Aufwand und vereinbaren Sie gemeinsam ein angemessenes Honorar, das Ihnen qualitätvolle Ergebnisse liefert und den Architekten in die Lage versetzt, diese zu bieten. Die Kosten müssen der Eigentümer oder der Vermieter tragen und dürfen nicht auf die Mieter verlagert werden.Steuerlich kann der Aufwand aber geltend gemacht werden. Alle Bauerfahrung zeigt, dass das Ausweiserstellungshonorar nur einen Bruchteil dessen beträgt, was falscher Rat oder vorschnelles Handeln kosten kann.

Energieberater
Fördermittel / Beratung

Quelle: Architektenkammer Niedersachsen





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