Werner Kellner

Landeszentralbank, Halle (Saale)

Auf einem ehemaligen Kasernengelände von 1900 gelegen, verlängert der Neubau der Landeszentralbank den angrenzenden Grünraum des Hallenser Südfriedhofs in Form eines öffentlichen Stadtgartens mit einem Teich bis zur Damaschkestraße. Zwei würfelförmige Angestelltenwohnhäuser kontrastieren als westliche Begrenzung der neuen Anlage die horizontale Gebäudestruktur der Bank, deren fünf parallele, zweigeschossige Längsriegel mit zurückgestaffelten Stirnseiten zum Straßenraum orientiert sind, ohne dessen Kanten zu besetzen. Ihre seriöse Ausführung mit Sichtbetonelementen und rahmenlosen Glasflächen trägt zum würdevollen Erscheinungsbild des mehrschiffigen Baukörpers bei. Der mit opaken, grünlich spiegelnden Glasplatten verkleidete Tresorkubus stellt den rückwärtigen Abschluss der Anlage dar, deren östliche Kante eine flache Verladehalle aus geschichteten Stein- und Glasschichten besetzt. Neben der identitätsstiftenden Funktion des Teiches, die durch eine Skulptur von Stephan Balkenhol unterstützt wird, dient er als Sprinklerreservoir und Regenrückhaltebecken bei der Entwässerung der begrünten Dächer des Bankgebäudes. Mit Ausnahme der stützenfreien Kassenhalle im 1.Obergeschoss,die über Oberlichter belichtet wird, sind die Büroräume über vielfältige Blickbeziehungen und Austritte im Erdgeschoss mit dem Freiraum verbunden. Der Gebäudekomplex überzeugt durch seine konsequente Durcharbeitung und eine Weiterentwicklung der Potentiale dieses Ortes zu einer neuen, stadtteilprägenden Situation.

Standort
Frau-von-Selmnitz-Straße 1/Damaschkestraße, Halle (Saale) – Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in
Landeszentralbank in Bremen, Niedersachsen & Sachsen-Anhalt, Hannover

Architekten
Architekten brandi + partner, entwicklungs gmbh, Göttingen

Fertigstellung
2001

Sammlungen

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