Ulrich Vinzelberg

Omnibus Waschhalle, Hohenmölsen

Die Omnibuswaschanlage befindet sich auf dem Betriebshof der Regionalverkehrsgesellschaft Weißenfels am Stadtrand von Hohenmölsen und zeichnet sich durch ein ökologisches Konzept aus, das die Verwendung von Regenwasser bei der Fahrzeugreinigung vorsieht. Bestimmendes Element der Halle sind daher die großen, zu einer Mittelrinne geneigten Dachflächen, über die das Regenwasser aufgefangen und in einen unterirdischen Tank geleitet wird, in dem zugleich die Aufbereitung des Abwassers stattfindet. Die eigentliche Halle ist mittig unter der Dachkonstruktion, die aus sieben Dreigelenk-Fachwerkrahmen besteht, angeordnet und setzt sich durch ein Fensterband vom Tragwerk ab. Ihre Außenwände aus gemauerten Hochlochziegeln wurden innen gefliest und außen mit gewelltem Alublech verkleidet, das aufgrund seiner Reflexionseigenschaften die Fernwirkung der Halle erhöht. Die seitlichen Dachüberstände bieten Platz zur Innenreinigung der Busse sowie für die drei ebenfalls mit Alublech verkleideten Boxen, in denen sich die Technik und ein Aufenthaltsraum befinden. Diese sollen einen Übergang zur benachbarten kleinteiligeren Einfamilienhausstruktur herstellen, während sich die Dachkante an den Gebäuden des Betriebshofes orientiert.

Standort
Ernst-Thälmann Str. 60, Hohenmölsen

Bauherr/in
Regional- und Verkehrsgesellschaft mbH, Weißenfels

Architekten
Mertins Vinzelberg Partner, Weißenfels/Bochum

Preise
Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 1995, Neubauten Industrie- und Gewerbe

Fertigstellung
1994

Privacy Preference Center