Bauernhaus, Umbau und Sanierung, Dessau-Roßlau
Fotos: J.R.Fischer
Führung: Sonntag, 28. Juni 2026, 11:00 Uhr
Das denkmalgeschütze Gebäudeensemble gehört zu den ältesten noch vorhandenen Wohnbauten in Mosigkau. Als Bauernhaus mit Wohn-, Stall- und Scheunenteil wurde es eingeschossig und aus Lehm errichtet, gedeckelt mit einem Satteldach. Im Erdgeschoss ursprünglich zwei Stuben und Küche, im Dach zwei Kammern, dahinter in Richtung Garten erst Stall, dann Scheune angeordnet, bildet es einen schlanken Baukörper.
Nach jahrelangem Leerstand und Eigentümerwechsel erfährt es nun eine Neubelebung. Der Wohnbereich wurde in den ehemaligen Stall erweitert. Über eine Folge von Räumen erreicht man „enfiladeartig“ vom Flur aus erst den Wohnraum, dann Küche und über den Wintergarten schließlich den Garten. Das massive Erdgeschoss mit seinen gewellerten Lehmwänden ist im Inneren sorgfältig wieder hergerichtet, repariert und ergänzt durch moderne Technik (Fußbodenheizung, Wärmepumpe, Solarmodule, neue Türen). Und um den engen, gestreckten Hof nach oben zu öffnen, wurde ein Teil des südlichen Satteldaches durch transparente Kunststoffplatten geöffnet und es entsteht darunter eine lichtdurchflutete Veranda, bzw. ein Wintergarten im Erdgeschoss.
Der Vorbesitzer war ein ausgeprägter Sammler von Baumaterial, das teilweise Wiederverwendung fand. Alte Holztüren dienen beispielsweise als temporäre Grundstücksbegrenzung zur Straße, ausgediente Fenster als Absturzsicherung in der Veranda.
Standort
Philipp-Müller-Straße 27, Dessau-Roßlau - Öffnen mit Google Maps
Bauherr/in
Sabine Karius-Jedamczik, Dessau-Roßlau
Architekten
J.R.Fischer Architekt + Stadtplaner, Leipzig
Fertigstellung
2026
Sammlungen
Tag der Architektur 2026