Schloss und Kloster Ilsenburg, Umbau und Sanierung, Ilsenburg (Harz)

Fotos: Rainer Schulze, Margrit Hottenrott

Besichtigung: Samstag, 27. Juni 2026, 10:00 bis 13:00 Uhr

Das Schloss Ilsenburg wurde 1865 von dem Architekten Karl Frühling für den Grafen Botho zu Stolberg-Wernigerode errichtet. Der Bauherr, ein bedeutender Burgenforscher, erkannte die Relevanz des Benediktinischen Klosters Ilsenburg (Bausubstanz von 1000 bis 1160) und rettete es Mitte des 19. Jahrhunderts vor dem Verfall. Nach dem Tode des Grafen diente das Schloss als Witwensitz der Fürstin Anna zu Stolberg-Wernigerode, bevor es an die Bekennende Kirche als Priesterseminar vermietet wurde. Nach deren Verbot 1936 folgte eine Nutzung durch die NSDAP, nach dem 2. Weltkrieg durch die Stasi und seit 1961 als Erholungsheim des DDR-Ministeriums für Landwirtschaft.

In allen Nutzungsphasen – sowie während einer Phase als Hotel nach 1990 – wurden Ein- und Umbauten vorgenommen. Nach der Insolvenz des letzten Hoteliers schenkte die NordLB das Objekt der Stiftung Kloster Ilsenburg. Ab 2000 stand das Gebäude leer und wurde entkernt. Ein schadhaftes Dach führte bis 2010 zu erheblichen Wasserschäden mit schwerem Hausschwammbefall.

Als „National Bedeutendes Denkmal“ wurde das Anwesen 2018 mit 3,2 Millionen Euro Bundesmitteln gefördert und bis 2026 saniert. Ein privater Kredit sowie ein Zuschuss vom Land Sachsen-Anhalt ermöglichten zudem die Sanierung der angrenzenden Gebäude und deren Umbau zu zwölf Ferienwohnungen. Das Schloss umfasst heute eine Gaststätte mit Bierbrauerei, das Crola-Museum sowie die Ferienwohnungen im Gästehaus und Nordflügel.

Standort
Schlossstraße 26, Ilsenburg (Harz) - Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in
Stiftung Kloster Ilsenburg, Ilsenburg (Harz)

Architekten
Atelier Hottenrott, Wernigerode

Fertigstellung
2026