Kurmittelhaus, Goethestadt Bad Lauchstädt

Fotos: Dr. Hans N. Mertens, Vincent Grätsch

Besichtigung: Samstag, 27. Juni, und Sonntag, 28. Juni 2026, 10:00 bis 16:00 Uhr; Führungen: 10:00, 12:00 und 14:00 Uhr

Seit 1710 entspringt in Bad Lauchstädt ein Heilbrunnen, der die Kurtradition des Ortes bis heute prägt. Schon Johann Wolfgang von Goethe oder Friedrich Schiller fanden in dem mineralreichen Wasser Inspiration und Genesung. Es begründete den Aufstieg vom kleinen Ackerbürgerstädtchen zu einem der mondänsten europäischen Kurorte des 18. Jahrhunderts. Mit der Industrialisierung verlor der Ort diese Bedeutung, doch verbesserte Umweltbedingungen ermöglichen heute die Rückkehr zur Kurtradition.

In direkter Nachbarschaft der historischen Anlagen entstand aus der ehemaligen Abfüllhalle das neue Kurmittelhaus „Lauchstädter Heilbrunnen-Arkaden“. Neben dem Brunnen stehen nun Inhalierhalle und Kneipp-Anlagen für ganzheitliche Anwendungen zur Verfügung. Trotz seiner erhöhten Lage – von Gästen augenzwinkernd „kleines Sanssouci“ genannt – ist der Bau barrierefrei erschlossen. Vom Balkon eröffnen sich neue Blicke in den historischen Kurpark und auf die Kurterrainwege. Der Bau fügt sich in das Ensemble von 1780 ein und wirkt, als sei er stets Teil davon gewesen – ein wichtiger Impuls für die Wiederbelebung einer langen Kurtradition.

Standort
Parkstraße 18, Bad Lauchstädt - Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in
Goethestadt Bad Lauchstädt

Architekten
Architekturbüro Dr. Mertens, Bad Dürrenberg

Fertigstellung
2026