Grenzturm Walbeck, Wiedererrichtung, Oebisfelde-Weferlingen

Fotos: PLANUNGSRING Architekten + Ingenieure GmbH

Führungen: Sonntag, 28. Juni 2026, 13:00 und 15:00 Uhr (aus Versicherungsgründen keine Turmbesteigung möglich)

Der wiedererrichtete Beobachtungsturm von Walbeck ist eines von zwölf erhaltenen baulichen Zeugnissen der DDR-Grenzsicherung in Sachsen-Anhalt und somit ein wichtiges Geschichtsdenkmal. Das knapp 13 Meter hohe Bauwerk vom Typ BT-9 aus vorgefertigten Stahlbetonelementen mit einer Grundfläche von 2,5 x 2,5 Metern wurde Anfang der 1970er-Jahre nahe Walbeck (Landkreis Börde) zur Überwachung der Grenzanlage errichtet. Über neun Betonringen befindet sich eine Beobachtungskanzel mit getönten Fenstern. 2009 wurde der Turm an eine Privatperson verkauft und demontiert. Kommune und Denkmalschutz verhinderten in letzter Minute den Abtransport, die Segmente lagen anschließend 15 Jahre am Waldrand.

Durch die Initiative des Vereins für Walbecker Geschichte und Heimatpflege e.V. wurde der Turm 2024 in enger Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden wiedererrichtet. Infolge der Witterung und Vandalismus erfolgte vorab eine umfangreiche Reinigung und Betoninstandsetzung der einzelnen Segmente. Zudem erhielt die Kanzel neue Fassadenplatten, die Fensterelemente eine neue Verglasung.

Heute ist der Turm Denkmal, Mahnmal sowie Begegnungsort und verbindet die regionale Geschichte mit dem Naturschutzprojekt „Grünes Band“. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde der Verein mit dem Denkmalpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2026 ausgezeichnet.

Standort
7383+WM, 39356 Oebisfelde-Weferlingen OT Walbeck, Oebisfelde-Weferlingen OT Walbeck - Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in
Verein für Walbecker Geschichte und Heimatpflege e.V., Oebisfelde-Weferlingen

Architekten
PLANUNGSRING Architekten + Ingenieure GmbH, Wernigerode

Fertigstellung
2024