Petra Heise

Grauer Hof, Aschersleben

Der erhaltene Ostflügel einer ehemals ringförmigen Hofanlage zählt zu den ältesten erhaltenen, profan genutzten Gebäuden Ascherslebens. Gesichert ist die urkundliche Erwähnung 1309 als gräflicher „Gravenhof“; seine Entstehung vermutet man bereits um das 9. Jahrhundert. Wie eine kleine Festung besetzt der mit wenigen Fensteröffnungen erbaute Gebäudeflügel die Straßenecke mit einer doppelten Toreinfahrt, die außen rund-, auf der Hofseite spitzbogig gemauert wurde. Im weiß verputzten Bruchsteinmauerwerk verweist ein frühgotisches Drillingsfenster auf eine ehemalige Kapelle. Bemerkenswert ist das zweifach gestaffelte Dach mit seinen typisch flachen Speicherluken.
Seit 1993 baut der Aschersleber Kunst- und Kulturverein e.V. AKKU den Grauen Hof denkmalgerecht um und organisiert Angebote in Konzertsaal, Lesecafé, Galerie und Kino. C.H.

Standort
Am Grauen Hof 1, Aschersleben – Öffnen mit Google Maps

Architekten: Architekturbüro Uwe Graul, Halle (Saale); Architekturbüro Sperling, Aschersleben

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