Hermann-Beims-Siedlung, Magdeburg
Fotos: Petra Heise; Text: Cornelia Heller
Die Kommune als Bauherr: Ab 1925 entstand in Magdeburg mit der Siedlung an der Großen Diesdorfer Straße die erste Großsiedlung der Moderne in Deutschland. In den folgenden vier Jahren wurden hier rund 2.000 Wohnungen gebaut, dazu bis 1933 Gemeinschaftsanlagen wie Kindergarten und Badehaus. Grundlage war der 1923 von Stadtbaurat Bruno Taut aufgestellte Generalsiedlungsplan, als Planer wirkten u.a. Konrad Rühl, Gerhard Gauger, Willy Zabel und Adolf Otto. Neu und großartig waren u.a. die grünen Höfe um die U-förmig angeordneten Wohnblocks, die ideale Belichtung und Belüftung durch die Ost-West-Ausrichtung und auch der großräumige öffentliche Grünzug mit Pappelallee. Bis heute beweisen sich die hohen Qualitäten der beliebten, sukzessive sanierten Siedlung, die als mustergültiges Projekt für die buchstabengetreue Umsetzung der avantgardistischen Ideen eines gesunden Wohnens für alle jenseits dunkler und feuchter Mietskasernen gilt. Benannt ist sie seit 1931 nach Hermann Beims, dem sozialdemokratischen Oberbürgermeister und maßgeblichen Wegbereiter des Magdeburger Wohnungsbauprogramms zur Zeit der Weimarer Republik.
Standort
Große Diesdorfer Straße/ Flechtinger Straße u.a., Magdeburg - Öffnen mit Google Maps
Architekten
Konrad Rühl, Gerhard Gauger, Willy Zabel, Adolf Otto, Planungbüro Neumann-Berking
Sammlungen
Moderne