Kath. Pfarrkirche „Zur Heiligsten Dreieinigkeit“, Halle (Saale)
Seit 1923 gab es in Halle (Saale) wieder ein Franziskanerkloster, für das der Architekt Wilhelm Ulrich mit dem Bau einer Kirche beauftragt wurde. Wie schon für andere Bauwerke nahm Ulrich die geometrische Figur eines Hexagons zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen. Der Grundriss des Gotteshauses folgt daher einem gleichseitigen Dreieck, das sich jedoch bei näherer Durchdringung als ein Sechseck mit gebrochenen Ecken zeigt: Die drei Geschosse sind jeweils um 90 Grad zueinander ver- und aufeinandergesetzt, wobei das Zwischengeschoss wieder auf die Ausgangsposition zurückgedreht scheint. Der Innenraum überrascht mit einem von indirektem Licht gespeisten Farbenspiel von Erdrot, Goldgelb bis Himmelblau. Aus sechs goldfarbenen, einen Baldachin tragenden Säulen gelang es Ulrich, einem außergewöhnlichen Altarraum Gestalt zu geben. Eine sensible Sanierung im Jahr 2010 hat der Kirche ihre staunenswerte Schönheit zurückgebracht.
Standort
Lauchstädter Straße 14B, Halle (Saale) – Öffnen mit Google Maps
Architekten: Wilhelm Ulrich; Sanierung: AAD Atelier für Architektur und Design, Köthen (Anhalt)
Sammlungen: ModerneTag der Architektur 2011





