Siedlung Törten, Dessau-Roßlau
Fotos: Steffen Spitzner
Ursprünglich sollte die Siedlung nahe dem Bauhausgebäude entstehen, letztlich entschied sich die Bauherrin, die Stadt Dessau, für den preiswerten Bauplatz in Törten. Mit dem Bau der Siedlung konnte Gropius den Beweis antreten, dass durch konsequente Rationalisierung guter Wohnraum mit Licht, Luft und Sonne kostengünstig und erschwinglich für alle geschaffen werden kann. 314 Reihenhäuser unterschiedlichen Typs mit eigenem Nutzgarten entstanden. Törten ist damit das größte jemals im Zusammenhang mit dem Bauhaus Dessau realisierte Bauvorhaben. Im Laufe der Jahre wurden die Häuser baulich verändert. Das Haus Mittelring 38 ist denkmalgerecht saniert. Das Gebäude des Konsumvereins (Gropius), das Stahlhaus (Muche/Paulick), das Haus Fieger (Fieger) und die Laubenganghäuser (Meyer) sind weitere Traditionsbauten der Moderne in Dessau.
Text: Cornelia Heller
Ein Hörspaziergang, konzipiert von Studierenden der Universität Kassel, erläutert architektonische Merkmale, städtebauliche Ideen und historische Hintergründe der Laubenganghäuser. Er lädt dazu ein, die Bauhaussiedlung Törten als Ausdruck sozialer Reformideen der Moderne zu erleben.
Zum Hörspaziergang (externer Link)
Standort
Mittelring 38, Am Dreieck 1, Peterholzstraße, Südstraße 5, Dessau-Roßlau - Öffnen mit Google Maps
Architekten
Walter Gropius; Konsumgebäude: Walter Gropius; Adolph Juhnke und Schaefter, Gräfenhainichen; Laubenganghäuser: Hannes Meyer mit der Architekturabteilung des Bauhauses; Stahlhaus: Georg Muche und Richard Paulick; Jürgen Götz, Hildesheim; Haus Fieger: Carl Fieger
Sammlungen
100 Bauten aus 1000 JahrenModerne