J.Pohl/M.Hohmut

Kraftwerk, Vockerode

1937 wurde mit dem Bau des Braunkohlekraftwerkes in Vockerode mit seiner günstigen Lage an der Elbe und zu den Tagebauen der Region begonnen. Für die architektonische Gestaltung griff man beste Traditionen des in den 1920er-Jahren entwickelten zweckgerichteten Industriebaus auf. Die von ihrer Funktion geleitete Gestalt der Gebäude und die durchgängige Verwendung eines rotbraunen Klinkers gaben der Anlage ihre einheitliche Gestalt. Voreinander geschobene Hallengebäude mit einem Stakkato hoher Industriefenster formen bis heute eine klar symmetrische Abfolge geometrischer Kubaturen, auf einer Länge von bis zu 150 Metern standen vier 140 Meter hohe, im gleichen Abstand angeordnete Schornsteine. Sie wurden nach der Stilllegung des Werkes gesprengt. Das Industriedenkmal dient heute Ausstellungen und Theater als morbid-schöne Kulisse. C.H.

Standort: Griesener Straße, Vockerode

Architekten: Willy Baake

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