Steffen Spitzner

Biomarkt, Umbau und Sanierung, Aschersleben

Unmittelbar am Promenadenring mit seiner denkmalgeschützten Stadtbefestigung und dem Rabenturm hat die Ascherslebener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH der „Niederlage“ einer früheren Seifenfabrik nach 30 Jahren Leerstand neues Leben eingehaucht. Die hier wieder geschaffenen Räume werden vom Biomarkt „Besser Leben“ sowie einer Kaffeerösterei genutzt. Das denkmalgeschützte Fabrikgebäude wurde behutsam saniert, umgebaut und ergänzt. Die Stadtmauer läuft mitten durch das Bauwerk und teilt dieses in einen hohen, teilunterkellerten und einen flachen, langgestreckten, nach der Sanierung nur teilweise überdachten Bereich. Im heute hellgeschlämmten linken Gebäudeteil rösten die „Kaffeemänner“, im rechten Kalksteinbau mit Fenstergewänden aus roten Ziegeln kauft man ein und kann gewissermaßen zwischen den historischen Stadtmauer-Schalen Mittag essen. Die neu verwandten Materialen wie der Sichtbetonfußboden oder der Küchenraumeinbau aus Fichtenholz sowie die baulichen Hinzufügungen zeigen Zeitgenossenschaft. Auf dem Hof der Hohen Straße 6 – einem Ort, der bei einem Besuch sofort sein Zukunftspotenzial offenbart – wurde so ein erster beispielgebender Baustein platziert: Auszeichnung Hannes-Meyer-Preis 2021.

Standort
Hohe Straße 6, Aschersleben – Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in
Ascherslebener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH, Aschersleben

Architekten
ARGE Hopf & Fuß, Aschersleben

Fertigstellung
2020

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