Prof. Ralf Niebergall

Mensa des Ökumenischen Domgymnasiums Magdeburg, Magdeburg

Das Ökumenische Domgymnasium Magdeburg (ÖDG) zog im Jahr 2000 wieder ins Zentrum der Landeshauptstadt. Der Ursprungsbau, 1880 vom königlichen Bauinspektor Fritze errichtet, wurde 1930 von Stadtbaurat Johannes Göderitz um ein funktionales Backsteingebäude ergänzt. Seit dem Jahr 2000 schließt ein zum Schulhof vollflächig verglaster Verbindungsbau die Lücke zwischen Göderitz-Bau und Haupthaus, eine Sporthalle kam hinzu. Jetzt ist das Ensemble um eine Mensa und damit um einen weiteren Architektur-Baustein reicher: Der neue dreigeschossige Baukörper an der Haeckel-/Leibnizstraße nimmt die Materialität des Vorhandenen auf, setzt aber durch seine klare Kubatur bewusst einen eigenen Akzent. Der Neubau sollte, so der Auftrag, auf dem begrenzten Grundstück nicht nur die Funktionen eines „Speisesaals“ übernehmen, auch die vorhandenen Fahrradabstellmöglichkeiten waren zu erhalten. Das gelang mit der Idee, das Haus aufzuständern, so die Fläche zu erhalten und gleichzeitig eine Überdachung für die Fahrräder zu schaffen. In der ersten und zweiten Etage finden sich die Essensräume, sie sind barrierefrei, hell und modern. Die Anordnung der Tische und Bänke in Reihen sowie die Auswahl der Leuchten unterstützen die Intention, zeitgenössische Architektur in den Schulbetrieb zu integrieren. Die Speiseräume öffnen sich mit großflächigen Fenstern hin zum Hof und auf das Baumgrün der Haeckelstraße. Ein Glaserker ermöglicht den ungehinderten Blick zum gegenüberliegenden Park, so zieht der Lauf der Jahreszeiten ein. Das Obergeschoss bietet zudem Terrassenbetrieb. Begeistert haben die Schüler vom neuen Haus Besitz ergriffen, hier trifft man sich auch außerhalb der Essenszeiten. Ein begehrter Ort im innerstädtischen Bildungscampus ÖDG.

Standort
Hegelstraße 6, Magdeburg – Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in
Kuratorium des Ökumenischen Domgymnasiums Magdeburg, Magdeburg

Architekten
Prof. Ralf Niebergall, Magdeburg

Fertigstellung
2022

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