Nudelfabrik, Zeitz

Fotos: Birgit Mahnke, Olaf Meister; Text: Cornelia Heller

Kein Lost Place mehr. Eine alte Nudelfabrik wird zum Ort für Kreative. Einst war das Gelände die Teigwarenfabrik des Unternehmers Max Emmerling, der hier ab 1888 Zwieback und Teigwaren unter der Marke „Elite“ herstellte. 1953 wurde der Betrieb verstaatlicht und dem VEB OGIS angegliedert. Nach 1990 von der Treuhand abgewickelt, war es kurzzeitig Möbelhaus. Dann stand es leer und verfiel.

Die neuen privaten Eigentümer entwickeln seit dem Immobilienkauf das insgesamt 7.000 qm große Gelände: 12.000 qm Geschossfläche in dem viergeschossigen klinkerroten Hauptgebäude sowie 4.000 qm Geschossfläche in der ehemaligen Poliklinik nebenan. Niedrigschwellig, aber stilbewusst wird ressourcen- und kostensparend saniert, eine Teilnutzung der wiederhergestellten Räume ist bereits möglich geworden. Insbesondere die alten Produktionshallen – geprägt von Kappendecken, Stahlstützen, Industriefenstern – bieten mit ihrem rauen Industriecharme breite Möglichkeiten für kreative Nutzungen, etwa als Künstlerateliers oder für Virtual Reality. Loft-Wohnungen im urbanen Stil können mittlerweile ebenso gemietet werden wie Räume für Seminare oder Tagungen. Das Herz der „Nudel“ ist neben dem Co-Working Space der große Ausstellungsraum. Viel Platz für Impulsgeber und Ideenstifter in der „Stadt der Zukunft Zeitz“. Die „Nudelfabrik Zeitz“ ist einer der „Kreativorte Mitteldeutschlands“.

Standort
Neue Werkstraße 4, Zeitz - Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in
Birgit & Mathias Mahnke, Ilvesheim

Architekten
Architekt Uwe Stappenbeck, Leipzig

Preise
Engere Wahl STADTUMBAU AWARD Sachsen-Anhalt 2021

Fertigstellung
seit 2017 (voraussichtlich 2035)