Marcus Scholz

Evangelisches Zentrum Kloster Drübeck, Gesamtanlage, Drübeck

Das Harzvorland ist reich an Klöstern, die nach und nach aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst werden. Und es ist wie mit allen Denkmalen, die Nutzung entscheidet über „Top“ oder „Hopp“. Das Kloster Drübeck mit seiner wechselvollen Geschichte wurde ab 1946 durch die Kirchenprovinz Sachsen als Mütter-Erholungsheim genutzt und ist heute weithin als Evangelisches Zentrum Kloster Drübeck bekannt. Die Tagungs- und Bildungsstätte wurde über Jahre saniert, umgebaut und ergänzt: Das Pädagogisch-Theologische Institut, das Pastoralkolleg, ein „Haus der Stille“ und das Medienzentrum der Evangelischen Kirche bezogen Domizil. 2001 wurde auf westlichem Klostergelände das „Eva-Heßler-Haus“ errichtet. Es komplettiert seither das Konferenz- und Gästeangebot ebenso wie die im Ergebnis eines Wettbewerbsverfahrens 2009 umgebauten Domänenscheunen mit Saal. Preisgekürt gelang es hier den Architekten, die oft beschworene Symbiose von Alt und Neu durch ein Haus-in-Haus-Prinzip herzustellen. Auch die wiederhergestellten Äbtissinnengärten laden zum Verweilen ein. Für die nahe Zukunft ist die Umsetzung des Siegerentwurfs aus dem 2014 durchgeführten Architekturwettbewerb um einen zentralen Empfangsbereich in der „Alten Mühle“ geplant. Die Gesamtanlage des Klosters Drübeck ist trotz Zeitenwandel und eben durch intelligente Ergänzung um zeitgenössische Bauten Inbegriff für Besinnung und Einkehr geblieben, gelegen an der „Straße der Romanik“und Bestandteil der Tourismusroute der sachsen-anhaltischen „Gartenträume“. In Drübeck zeigt sich: Architektur hat Bestand. Und u.a. deshalb ist das Bauensemble zentraler Bestandteil des Jubiläumsprogramms zum „Tag der Architektur 2015“. Bestandteil der Führungen sind die Klosterkirche, Sanierung (1994–2014) und der barrierefreie Zugang, Nordeingang Klosterkirche (2007); das Eva-Heßler-Haus, Neubau (2001); das Klostercafé, Sanierung und Erweiterung (2008); das „Äbtissinnenhaus“, Sanierung (1997, 2013); das „Haus der Stille“, Sanierung (1999) und der preisgekrönte Umbau der Domänenscheunen (2009). Geführt wird zudem durch die Gärten des Klosters und es wird darüber informiert, wie der Besucherempfang neu organisiert werden soll.

Standort
Klostergarten 6, Drübeck – Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in: Kuratorium der Stiftung Kloster Drübeck, Drübeck, und Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Magdeburg

Architekten: STEINBLOCK Architekten RAU . STEINBLOCK . TIETZE . TIETZE, Magdeburg; Planungsring Architekten + Ingenieure GmbH, Wernigerode; Ihr Freiraumplaner Landschaftsarchitekturbüro, Daniela Süßmann, Magdeburg; Architekturbüro „Villa Lila“, Margrit Hottenrott, Wernigerode

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