Mario Kohler

Garten der Sedimente, Ballenstedt OT Rieder

Der „Garten der Sedimente“ ist ein zu einem Einfamilienhaus gehöriger privater Garten in Rieder, einem mittelalterlichen Ort im Harzvorland, dessen gestalterische Motive der durch Sedimentation geformten Harzlandschaft entlehnt sind. Dort führen als „Schurren“ bezeichnete Wege in den Hanglagen durch die mit Mauern aus geschichteten Steinen befestigten Ebenen. In Anlehnung an diese regional typische Gestaltung wird das an einem Hang gelegene Gartengrundstück durch Trockenmauern aus mörtellos geschichtetem Schiefer in unregelmäßig große, differenzierte Bereiche zoniert. Während fünfzehn flache Mauern mit einer bruchrauhen Schieferoberfläche längs zum Hang Gartenflächen und Terrassen abstützten, sind sieben raumbildende, leicht gekrümmte Mauern aus einseitig gesägtem Schiefer quer zum Hang angeordnet. Sie schützen und versorgen die dahinter liegen den Freiräume wie Terrassen, Eingänge und ruhezonen. Stahlbänder, auf die der einseitig gesägte Schiefer geschichtet wurde, verankern die Mauern im Hang und lassen gerahmte Ausblicke entstehen. Auf den abgestützten Gartenflächen wurden ein kleiner Apothekergarten sowie ein Gemüse- und Obstgarten angelegt, die an die vorherige Nutzung als Streuobstwiese erinnern.

Standort
Bahnhofstraße 35, Ballenstedt OT Rieder – Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in
Christina Gotter-Wittig und Andreas Wittig, Rieder

Architekten
Mario Kohler & däschler architekten, Berlin/Halle (Saale)

Fertigstellung
2003

Sammlungen

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