Prof. W. Christ

Pegelturm, Muldestausee

Im Zuge der Umgestaltung eines ehemaligen Tagebaugebietes an der Goitzsche im Landkreis Bitterfeld soll durch die Flutung ehemaliger Kohlegruben eine 25 km2 große Seenlandschaft entstehen. Um diesen Wandlungsprozess erlebbar zu machen, entstand bei Mühlbeck ein schwimmender Turm, der den aktuellen Wasserstand weithin sichtbar anzeigt und die industrielle Tradition des Ortes widerspiegelt. Über einen fest verankerten, massiven Stahldorn wurde ein Stahlzylinder gestülpt, an dem sich zwei Treppen zu einer kleinen Aussichtsebene emporwinden. Dieser sitzt auf einer Schwimmplattform, die über einen 200 Meter langen, ebenso auf Pontons aufgelagerten Holzsteg, die Seebrücke, erreicht wird. Als Materialien kommen ausschließlich industriell vorgefertigte Bauteile aus verzinktem Stahl zum Einsatz. Die Absturzsicherung aus einem Edelstahlnetz beeinträchtigt weder die dynamische Silhouette des Turms noch den Ausblick von diesem auch für Kinder. Mit seiner Höhe von 26 Metern ist der Pegelturm eine neue Landmarke in der einst vorhandenen Industrielandschaft, von dem aus ein weiter Blick in die sich ändernde Umgebung ermöglicht wird.

Standort
Muldestausee, Muldestausee

Bauherr/in
Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), Senftenberg

Architekten
Mediastadt Prof W. Christ, Frankfurt/Weimar

Fertigstellung
2000

Sammlungen

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