Torsten Miersch

Klostergut Althaldensleben, Umbau, Haldensleben

Die ehemalige Klosteranlage aus dem frühen 10. Jahrhundert erfuhr seit der Aufgabe ihrer religiösen Funktion vielfältige profane Nutzungen und wurde seit 1952 in Teilbereichen als Berufsschule in Betrieb genommen. Nach der Sanierung der bestehenden Torhäuser und des markanten Klausurgebäudes wurde der ursprüngliche Charakter eines allseitig umschlossenen Hofes durch neue Werkstattgebäude an den Längsseiten und ein Eingangsgebäude wiederhergestellt. Die neuen zweigeschossigen Seitenflügel mit 24 fachspezifischen Werkstätten und 32 dazugehörigen Unterrichtsräumen für bis zu 1000 Berufsschüler schließen direkt an die bestehenden Torhäuser an. Im Erdgeschoss sind die Werkstätten über verglaste Türelemente in den Pausenhof erweiterbar, während sich im Obergeschoss die Fachräume befinden. Die modulare Gliederung der transparenten Hoffassaden wird durch die geschlossenen Treppenhäuser aus Bruchstein strukturiert. Allein das Eingangsgebäude hebt sich, seiner Funktion entsprechend, als kubischer, mit Holzpaneelen verkleideter Baukörper von der homogenen Gestaltung des Komplexes ab. Neben dem Haupteingang befinden sich im Obergeschoss eine Cafeteria und die Schulverwaltung. Durch die Übernahme der im Bestand verwendeten Materialien wie Bruchstein, Holz und Tondachziegel setzen die Neubauten die ehemalige Klosteranlage zurückhaltend, aber dennoch zeitgemäß fort.

Standort
Neuhaldensleber Straße 46f, Haldensleben – Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in
Landkreis Ohrekreis

Architekten
ACM Architektencontor Magdeburg AG, Becker Schube Architekten BDA, Magdeburg

Fertigstellung
2000

Sammlungen

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