Text: Cornelia Heller; Fotos: Petra Heise

ARCHE Walternienburg, Zerbst (Anhalt) OT Walternienburg

Breites Heck, hochaufragender Bug: Eine Kirche in Form der biblischen Arche steht seit kurzem am Ortseingang Walternienburgs mit unmittelbarer Sicht zum Flüsschen Nuthe und der alten Wasserburg. Das neue, in Holzständerbau errichtete Gotteshaus in moderner Formensprache entstand in Ersatz für die in den 1980er-Jahren abgerissene romanische Kirche St. Bartholomaei und lädt ein: zu lebendigem Gemeindeleben und zur Einkehr, ob Gläubigen oder Tourist. Die Geschichte zwischen Wasser und Kirche greift auch das schmale raumhohe Altarfenster mit seinem Farbmotiv auf. In Richtung Westen gibt es den Blick über die weite flache Landschaft frei, dem Überschwemmungsgebiet der Elbe. Das Glasfenster ist ein Projekt der „Lichtungen – zeitgenössische Glasmalerei in anhaltischen Kirchen“, je nach Sonnenstand verändert sich die Farbgebung, es „fängt den Regenbogen ein“. Der Kirchenneubau zeugt von zweierlei: vom Engagement einer kleinen Kirchengemeinde für ein spannendes neues, Bewohnern wie Besuchern geöffnetes Gotteshaus sowie von der hohen Adaptionsfähigkeit von Architektur. Der Holzbau verbindet Nachhaltigkeit und Glauben mit den Ansprüchen vor Ort.

Standort
Hauptstraße/Güterglücker Straße, Zerbst (Anhalt) OT Walternienburg – Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in
Evangelische Kirchengemeinde

Architekten
denk‘mal Architekten Magdeburg, Magdeburg; Fenster: Winfried Mühlum-Pyrápheros, Wiesbaden/Peters Studios, Paderborn

Fertigstellung
2020

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