Steffen Spitzner

Filmpalast Aschersleben (ehemals „A.-M.-Palast“), Aschersleben

1930 eröffnete der „A.-M.-Palast“ in Aschersleben seine Pforten: ein Filmpalast, benannt nach seinem Besitzer Artur Mest und erbaut vom Erfurter Architekten Carl Fugmann. Mitten in der Altstadt in der Platzecke zur Marktkirche gelegen, ist es bis heute in Betrieb und erfreut den Besucher mit den wenigen erhaltenen wertvollen Art-déco-Details am Eingang, in Foyer und Treppenhaus. Die helle, hoch aufragende Fassade mit ihren farbig abgesetzten horizontalen Fensterbändern und zwei flankierenden, leicht vorspringenden Gebäudeteilen feiert die Moderne. Das der Tradition verpflichtete Walmdach des Gebäudes versteckt sich perfekt dahinter. 1999 wurde der Kinosaal von der UFA-Theater AG in ein Kino mit vier Sälen umgebaut, heute wird es wieder privat betrieben. Fugmann baute zu jener Zeit auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts weitere Kinos, er hinterließ seine Spuren in Zeitz, Wittenberg, Weißenfels und Quedlinburg.
Text: Cornelia Heller

Standort
Markt 20, Aschersleben – Öffnen mit Google Maps

Architekten: Carl Fugmann

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