Oliver Edelbruch, Anke Deeken

Elbuferpromenade – Salzblumenplatz, Schönebeck (Elbe)

Die Geschichte der am Elbufer gelegenen Altstadt Schönebecks ist seit der Gründung der königlichen Saline 1704 eng mit dem Fluss verbunden. Für die Gestaltung des damaligen Salzumschlagplatzes, dem heutigen Salzblumenplatz, lobte die Stadt Schönebeck 1993 einen Wettbewerb aus, bei dem der Vorschlag der Architektengruppe Lepére und Partner den ersten Preis gewann. Ursprünglich sah der Entwurf ein von Stahlstützen getragenes, leichtes Dach vor, unter dem ein Ticketschalter für die Anlegestelle der ‚Weißen Flotte‘ sowie ein ‚Hafenhaus‘ für Ausstellungen, Veranstaltungen und Gastronomie Platz finden sollten. Nach der Sanierung der Ufermauer und dem Bau des Elbanlegers wurde 1999 mit der Platzgestaltung begonnen. Da eine Realisierung des Daches und der darunter vorgesehenen Nutzungen aus finanziellen Gründen nicht möglich war, wurden anstelle der Stützen für die Dachkonstruktion 20 stählerne Lichtstelen angeordnet. Diese fassen den Platz und definieren besonders am Abend einen neuen städtischen Raum. Großflächige Betonplatten, deren metallische Deckschicht durch Korrosion einen bräunlichen Schimmer annehmen wird, sollen an die technisch geprägte Vergangenheit des Ortes erinnern. Die Bereiche entlang der Elbe wurden mit Natursteinen gepflastert. Neben der ‚Salzblume‘, einer Skulptur des dänischen Künstlers Anders Nyborg, bilden zwölf Kastanien einen ruhigen und schattigen Ort auf dem Platz.

Standort
Salzblumenplatz, Schönebeck (Elbe) – Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in
Stadt Schönebeck

Architekten
Architektengruppe Lepère und Partner GbR, Bremen

Fertigstellung
1999

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