Michael Klante, Hans-Wulf Kunze

Parkanlage „Thüringer Bahnhof“

Der Thüringer Bahnhof entstand als innerstädtischer Güterbahnhof im Zuge der halleschen Industrieentwicklung am Ende des 19.Jahrhunderts.Nach seiner Stillegung 1991 wurde das ehemalige Bahnhofsgelände als öffentlicher Park gestaltet, wobei die vorhandenen industriellen Spuren genutzt wurden, um neue landschaftsarchitektonische Räume vor der morbiden Kulisse der noch erhaltenen gründerzeitlichen Malzfabrik und Zuckerraffinerie zu formulieren. Der längliche Park wird von der Thüringer Straße in zwei Teile geteilt. Während der nördliche Abschnitt, dessen Auftakt ein kleiner Platz mit geöffneten Bahnschranken bildet, durch eine dezente, wegbegleitende Grüngestaltung geprägt ist, bestimmen den südlichen Teil prägnantere Eingriffe, wie die ‚Schienengärten‘ an der Thüringer Straße sowie der Kletterfelsen mit vorgelagerter Skaterbahn. Das alte Stellwerk schafft einen Übergang zur westlich angrenzenden Wohnbebauung. Die zwischen den Schienen geführten Wege bilden die grundlegende Struktur des Parks und verbinden die verschiedenen Bereiche untereinander. Eine beidseitig gepflanzte Kirschbaumreihe entlang des ehemaligen Hauptgleises überführt es in eine erlebbare, grüne Raumkante der Parklandschaft.

Standort
Thüringer Straße, Halle (Saale)

Bauherr/in
Stadt Halle (Saale), Grünflächenamt

Architekten
lohrer.hochrein landschaftsarchitekten BDLA, Magdeburg

Preise
Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2004, Anerkennung

Fertigstellung
2001

Privacy Preference Center