Nikolaus Brade, Peter Kersten, Ingo Gottlieb

Kulturinsel „neues theater“, ehem. Kaisersäle, Halle (Saale)

Das Schauspielhaus „neues Theater“ ist Teil der so genannten Kulturinsel, einem seit 1980 kulturell genutzten Gebäudekomplex in der halleschen Altstadt, der neben dem Schauspielhaus eine Galerie, ein Puppentheater sowie gastronomische Einrichtungen beherbergt. Das fünfgeschossige Funktionsgebäude des ’neuen Theaters‘ verbindet das Bühnenhaus mit dem bestehenden Ensemble und komplettiert die Kulturinsel als neuer Baustein, in dem sich die Aufenthaltsbereiche der technischen Mitarbeiter sowie Büros für die Öffentlichkeitsarbeit und Dramaturgie befinden. Während seine Straßenfassade im Bereich der Obergeschosse die Bauflucht des Nachbargebäudes (Große Ulrichstraße 50) aufnimmt, sind das Dach- und Sockelgeschoss zurückgesetzt. Die dadurch entstehende Aufweitung des schmalen Straßenraumes ermöglicht den Passanten einen Einblick in den Lesesaal der kleinen Bibliothek im Erdgeschoss. Von der Spiegelstraße kommend, macht die vorstehende Brandwand, die den Funktionsneubau vom direkt angrenzenden Juridicum trennt, durch ihren vertikalen Schriftzug und die leicht vorspringende Eckverglasung der Obergeschosse auf das Gebäude aufmerksam. Die transparente Straßenfassade wurde als Pfosten-Riegel-Konstruktion mit geschosshohen Fassadenelementen ausgeführt, in die farbige Öffnungsflügel integriert sind.

Standort
Große Ulrichstraße 51, Halle (Saale) – Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in
Hochbauamt der Stadt Halle (Saale)

Architekten
Architekturbüro Uwe Graul, Halle (Saale)

Preise
Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2004, Anerkennung

Fertigstellung
2002

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