Andreas Weber

Hallmarkt, Halle (Saale)

Auf einem Areal, das wegen seiner Tieflage an der Saale früher als ‚Halle‘ bezeichnet wurde, überbaute man Ende des 19.Jahrhunderts eine Produktionsstätte der halleschen Saline und die Gerbersaale für einen repräsentativen Platzraum unterhalb der Marktkirche St. Marien, deren Westfassade mit dem davor stehenden Transformatorengebäude von 1924 den Platz noch heute prägt. Wohn- und Geschäftshäuser der Gründerzeit sowie des Jugendstils flankieren die nördliche und südliche Platzseite. Bei der Sanierung 1996/1997 standen der Erhalt und die Wiederbelebung des gründerzeitlichen Platzes im Vordergrund. Eine Baumreihe und Sitzbänke entlang der bebauten Seiten trennen den Platz vom Verkehr und verbessern seine Aufenthaltsqualität. Die rot-graue Granitpflasterung mit eingelegten Basaltstreifen, die ein regelmäßiges Raster erzeugen, orientiert sich an der ursprünglichen Oberflächengestaltung des Platzes. Eine 1998 aufgestellte, figurenreiche Brunnenanlage des Halleschen Bildhauers Professor Bernd Göbel, die dem Platz eine neue Mitte gibt, thematisiert Momente der Stadtgeschichte und verweist auf die vier im Mittelalter dort vorhandenen Solebrunnen, denen die Stadt ihren Reichtum verdankte.

Standort
Hallmarkt, Halle (Saale)

Bauherr/in
Stadt Halle (Saale)

Architekten
Architekturbüro Uwe Graul, Halle (Saale)

Preise
Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2001, Anerkennung

Fertigstellung
1997

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