S. Naab, M. Dreßler

Druckerei- und Magazingebäude, Umnutzung, Halle (Saale)

Als Bildungskosmos und großes soziales Inklusionskonzept haben sich die vor 300 Jahren noch vor den Toren der Stadt Halle gelegenen Franckeschen Stiftungen international einen Namen gemacht, nicht zuletzt durch die von Carl Hildebrand von Canstein gegründete Bibelanstalt. 1742 wurde ein Druckerei- und Magazingebäude (Haus 52) errichtet, das man 1913 südlich erweiterte (Haus 53). Die verschiedenen Zeitschichten sowie die denkmalgerechte Nachnutzung mit Archiv-, Projekt- und Verwaltungsräumen waren bei der Platzierung der neuen Funktionen zu bewerten und zu beachten. So wurde das neue Archiv mit seinen hohen konservatorischen Anforderungen im jüngeren Gebäudeteil untergebracht. Der Barockbau hingegen beherbergt im Erdgeschoss einen großen, zweiseitig belichteten Werkstattraum der Museumspädagogik, der im Obergeschoss gelegene große Saal wurde zum multifunktionalen Projektraum. Prägt das strenge Raster der Holzstützen auf Sandsteinsockeln zusammen mit Holzgebälk und -pflaster das Erdgeschoss, sind es im Obergeschoss u.a. die wiederhergestellte barocke Holzbalkendecke mit feinen Putzrelief. Sie geben dem Saal seine einstige Würde und Großzügigkeit zurück.

Videobeitrag zum Druckerei- und Magazingebäude auf YouTube

Standort
Franckeplatz 1, Halle (Saale)

Bauherr/in
Franckesche Stiftungen zu Halle, Halle (Saale)

Architekten
ARGE Jakob | Dressler Ingenieure und Architekten, Halle (Saale)

Fertigstellung
2021

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