Fotos: M. Klehm/ T. Nowitzki, S. Naab, M. Dreßler

Kleine Feldscheune, Umnutzung, Halle (Saale)

Die historische Schulstadt der Franckeschen Stiftungen zu Halle umfasste neben Bildungseinrichtungen und Unterkünften für Waisenkinder auch einen Bereich der Selbstversorgung, die „Meierei“. Von den einst vier Scheunen haben nur zwei überdauert, die 2018 bis 2020 zusammen mit dem ehemaligen Druckerei- und Magazingebäude als letzte Bauten des Flächendenkmals saniert und umgenutzt wurden. Dabei standen der Erhalt und die behutsame Ergänzung der historischen Bausubstanz, die zeitgemäße Funktionalität der neuen Nutzungen und die Weiterführung des bestehenden Gestaltungskonzepts der Stiftungen im Fokus. Die Kleine Scheune (Haus 34 von 1729) beherbergt heute Büros und Besprechungsräume der Kulturstiftung des Bundes. Ein zentral eingeschobenes Treppenhaus ermöglicht die Erschließung und großzügige Raumaufteilung in drei Ebenen. Stahl-Glas-Elemente machen die Geschosse als Ganzes erlebbar und leiten Licht in die einst düsteren Lagerräume. Zerstörte Fachwerkhölzer im Erdgeschoss wurden komplett getauscht, die verbliebene Hauskonstruktion angehoben und gerichtet. Holzlamellenläden und -bekleidungen ersetzen die größtenteils verlorenen Öffnungselemente – Sonnenschutz und Neuinterpretation der alten Scheunentore.

Videobeitrag zur Kleinen Feldscheune auf YouTube

Standort
Franckeplatz 1, Halle (Saale) – Öffnen mit Google Maps

Bauherr/in
Franckesche Stiftungen zu Halle, Halle (Saale)

Architekten
ARGE Jakob | Dressler Ingenieure und Architekten, Halle (Saale)

Fertigstellung
2021

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